Sterben IN SPACE

Man hat es ja schon öfters in Filmen gesehen: Jemand der dem Vakuum des Weltalls ausgesetzt wird, ohne die komfortable Sicherheit eines Raumanzuges zwischen ihn und dem naja Nichts, explodiert in viele kleine dekorative Stücke, frieren zu einem übergroßen Fischstäbchen oder ihr Blut fängt an zu kochen.

Das mag alles ganz spektakulär und glaubhaft aussehen, doch was passiert wirklich?

Zuerst: Nein, man würde nicht explodieren.Eine sehr gängige Theorie für lange Zeit, die dadurch begründet wurde, dass unser Körper einen Innendruck aufrecht hält, um den Außendruck hier auf der Erde entgegenzuwirken. Im Weltall fällt dieser Druck und viele glauben, dass der Innendruck dann ausreicht um einen Menschen zum Explodieren zu bringen. In Wahrheit jedoch würde wir jedoch gut von unseren Muskeln, Fleisch und der Haut zusammen gehalten. Solange diese funktionsfähig bleiben, bleibt ihr es auch.

Ähnlich dazu ist auch die Sache mit dem kochendem Blut.
Eine Erfindung von Science-Fiction Autoren, die auf der Tatsache beruht, dass Flüssigkeiten bei immer niedriegeren Druck eine niedrigere Siedetemperatur haben. Also würden die meisten Flüssigkeiten im All sofort zum kochen beginnen. Nicht aber das Blut in einem lebenden Körper, denn wie auch zuvor, es ist Teil eines geschlossenen Systems, namentlich das Adersystem.

Wie sieht es also mit erfrieren aus?Jeder weiß, dass das Universum ein recht kalter Fleck ist (etwa 2,7 Kelvin was -270°C entspricht). ABER, um Wärme abzugeben, bräuchte man etwas an das man sie abgeben könnte. Dies ist im Allgemeinen als Wärmeleitung bekannt und kann nur auftreten, wenn der Körper sich auch in etwas befindet, dass die abgegebene Wärme aufnehmen kann, wie etwa Luft oder Wasser.

Jetzt werden sicher einige schon euphorisch ihre Koffer packen, ihr Erbe auf den Kopf hauen und sich den nächsten Flug ins All buchen um dort spazieren zu gehen.Ich kann nur davon abraten, da es viel zu teuer ist und ihr doch sterben würdet.

Als erstes würde jegliche Luft in der Luftröhre und euren Eingeweiden durch das Vakuum aus diversen Körperöffnungen gesaugt werden, ganz egal wie sehr ihr versucht euren Mund geschlossen oder eure Unterhose sauber zu halten. In etwa 10-15 Sekunden würdet ihr das Bewusstsein verlieren, da dies die Zeit ist, die das Blut von euren Lungen zum Gehirn benötigt und ohne Sauerstoff arbeitet unser Gehirn leider nicht. Alle Gefäße an der Oberfläche, wie etwa die Augen, würden Platzen. Sowie jegliche Flüssigkeiten die direkt dem Vakuum ausgesetzt sind würden tatsächlich anfangen zu kochen.
Hiervon haben wir sogar Informationen aus erster Hand. 1965 wurde, wärend eines Test in einer Vakuumkammer, ein Mensch durch einen fehlerhaften Raumanzug einem nahezu perfektem Vakuum ausgesetzt. Nach 14 Sekunden verlor er das Bewusstsein und nachdem die Kammer nach weitern 15 Sekunden wieder auf Normaldruck war und er sein Bewusstsein zurückerlangte sagte er, dass das letzte woran er sich erinnere sei das der Speichel auf seiner Zunge zu kochen begann.

ACHJA und wenn man nackt wäre (wieso auch immer) würde man den schönsten Sonnenbrand seines Lebens bekommen, was einem aber auch relativ egal sein kann weil man ja tot ist.

Femto-Photography

Eine Kamera, so schnell, dass sie Licht bei seiner Außbreitung fotografieren kann?

Kein Problem.

Mit 1.000.000.000.000 Bildern/Sekunde schaffen es MIT Wissenschaftler, nicht nur, einen Photonenstrahl in Bewegung zu filmen oder um Ecken zu sehen, es eröffnet auch die Möglichkeit, einer völlig neuen Bildgebung in der Medizin.

(Englische Untertitel verfügbar)

Weitere Infos unter: femtophotography.info

Atomkraft: FUCK YEAH

Ohne Strom sieht unser Leben ganz schön dunkel aus. Mit dem Atomausstieg und immer mehr Geldern für grünen Strom sind einige Wissenschaftler immer noch der Meinung, dass die Lösung in der Atomenergie liegt, eben nur in etwas anderer Form.

Thorim (benannt nach Thor, was es schonmal 20% cooler macht) ist ein Element, welches auf dem Periodensystem nahe bei Uran liegt, Thorium mit 90 und Uran mit 92 Protonen. Leider wurde Thorium in der Geschichte nicht viel Beachtung geschenkt, was wahrscheinlich daher rührt, dass es so selten ist wie Erde (mit 7-13 mg pro kg ist Thorium etwa doppelt bis dreifach so häufig wie Uran). Bei den meisten Minenarbeiten wurde es als Abfall einfach entsorgt. Jedoch gibt es eine kleine, immer größer werdende Gruppe von Thorium-Fans die behaupten, Thorium sei der Energielieferant der Zukunft.

Der “Liquid-fluoride thorium reactor” oder kurz LFTR (gesprochen “lifter”).lftr

LFTR verwendet ein Gemisch von flüssigen Salzen, das dann ein Gas erwärmt, welches dann eine Turbine antreiben kann um so Strom zu erzeugen und danach zur Kühlung des Reaktors verwendet wird. Befürworter sagen, diese Methode sei ertragreicher und sicherer als die herkömmlichen Reaktoren, die unter Druck stehendes Wasser zur Kühlung und kochendes Wasser bzw. Dampf zum Antrieb der Turbinen verwenden.

Da LFTR kein Kühlwasser verwendet, kann es nicht zu einer Wasserstoffexplosion kommen, wie es in Fukushima der Fall war. Thorium ist, im Gegensatz zu Uran, ein α-Strahler, was eine leicht abzuschirmende Art von Strahlung ist und sonst auch kaum gefährlich für den Menschen ist (Ausnahmen beim Einatmen oder bei über die Nahrung aufgenommener Strahlung). Die Endlagerung von Thorium-Abfällen ist auch eine leichtere als bei Uran. Thorium produziert Abfälle die für etwa 300 Jahre giftig sind, wohingegen Uran mehrere tausende Jahre giftig ist und im Gegensatz zu Uran ist es bei Thorium sehr schwierig, den Abfall zum Bau von Atomwaffen zu verwenden.

Warum haben wir also nicht schon gestern damit begonnen solche Kraftwerke zu bauen?!

(Bezieht sich auf Amerika)

Um 1950 gab es einen Wettlauf, zwischen den auf Uran bzw. Thorium basierenden Reaktoren. Zu dieser Zeit stellte sich heraus, dass Uran der schnellere und einfachere Weg war, um Energie zu gewinnen. Zusätlich ist es leichter, ein Atom-U-Boot mit Uran zu betreiben und als netten Bonus kann man die Abfälle zum Bombenbau verwenden. Also war die amerikanische Regirung PRO Uran und hat dem Oak Ridge National Laboratory Tennessee, wo LFRT entwickelt wurde, die Gelder für das Projekt gestrichen.

Heutzutage sind das Hauptproblem die Ausgaben. Die Reaktoren an sich, ebenso wie Thorium, sind nicht so teuer. Die Frage ist, ob es den Umbau von alten Reaktoren wert wäre, da sie weiterhin radioaktiven Müll produzieren würden, auch wenn es nicht mehr soviel ist.

China und Japan, sowie einige private Firmen in Tschechien, Australien und in den Staaten haben Interesse an der Technologie gezeigt und wollen sie kommerzialisieren.

Quelle1 Quelle2

Hirnverkabelung

Zuerst eine kleine Einführung in Neurologie.

Eine Nervenzelle (Neuron) ist etwa wie jede andere Zelle, sie besteht aus einem Zellkörper und aus einem Zellkern. Der größte Unterschied zwischen einer gewöhnlichen Zelle und einer Nervenzelle ist der lange Ast (Axon), welcher zum Informationsaustausch zwischen Neuronen genutzt wird.

Neuron

Die äußere Schicht unseres Gehirns, “graue Substanz” genannt, ist hauptsächlich für das Denken und das Handeln verantwortlich. Sie besteht größtenteils (zu etwa 70%) aus neuronalen Zellkörpern. Darunter liegt die sogenannte “weiße Substanz”, die aus Axonen besteht, welche Informationen von einem Teil des Gehirns zu einem anderen schicken. Coronaler Schnitt eines Gehirns, ihr wurdet gewarnt.

So, jetzt aber zum eigentlichen Post.

The Human Connectome
Human Connectome

Bis vor Kurzem dachten Wissenschaftler noch, die weiße Substanz sei wie ein Teller voll Spaghetti, ein Haufen wild durcheinander geworfener Kabel, die irgendwie das Gehirn verknüpfen. 2005 begannen die National Institutes of Health und einige andere US Universitäten erstmals damit, eine Karte aller neuronalen Verknüpfungen des menschlichen Gehirns zu erstellen. Dazu benutzten sie einen einzigartigen MRT, welcher so empfindlich ist, dass er die Bewegung von Wasser in einzelnen Neuronenfasern erfassen kann. Danach benutzt er Diffusions-Tensor-Bildgebung, um festzustellen, in welche Richtung diese Fasern verlaufen.

Um mit einem herkömmlichen MRT solche Aufnahmen zu erhalten, müsste der Patient mehrere Stunden in der Maschine verbringen, wohingegen diese Bilder in wenigen Minuten entstanden sind.

Was die Wissenschaftler herausgefunden haben, ist, dass die Axone, entgegen der vorherigen Annahme, sehr geordnet sind. Sie gehen rauf, runter, nach rechts oder nach links, ohne irgendwelche Diagonalen oder Schlaufen zu bilden. Sie beschrieben es wie die Anordnung einer großen Stadt, mit Straßen die in zwei Richtungen laufen und Fahrstühlen in großen Gebäuden die hoch und runter fahren.

Zusätzlich überlagern sich die Neuronen mit genau 90° und verwoben, ähnlich wie Stoff
Stoff

Das menschliche Gehirn ist eine der kompliziertesten Strukturen, die uns bekannt sind. Wissenschaftler sind überrascht, in einem so mysteriösen Organ wie dem Gehirn eine solche Ordnung zu finden. Forscher des Projektes glauben, dass dieses einfache Modell einige noch komplexere Strukturen enthält, da der Scanner bisher nur die inneren Schichten des Gehirns erfasst hat, also nur die “Hauptstraßen”.

Das Projekt soll in den nächsten 5 Jahre abgeschlossen werden. Wissenschaftler erhoffen sich ein genaueres Bild der Entwicklung des Gehirns und davon, welche Ähnlichkeiten unser Gehirn mit dem anderer Tierarten hat. Wenn die Grundbauart von anderen Gehirnen ähnlich der des Menschen ist, wäre es viel leichter zu verstehen, was z.B. das Gehirn eines Fisches und das eines Menschen gemeinsam haben. Wenn sie Organismen entwickeln, werden Funktionen einfach hinzugefügt und werden somit komplexer, wobei das Grundgerüst ähnlich bleibt.

Mehr zum Human Connectome findet ihr hier

Musik, Sex und… Darwin?

Musik entwickelt sich, das ist wohl jedem bewusst.
Doch wie verhält sich Musik unter Darwins “Survival of the Fittest”?

Eine Studie eines Teams vom Imperial College London zeigt, dass sich Musik, ähnlich wie ein Organismus, entwickelt. Auf der Seite darwintunes.org wurden zufällig generierte Audio-Loops von 6.931 Usern angehört und bewertet. Diese Bewertung stellt die natürliche Selektion dar. Schlechte Files starben schnell aus, wohingegen die Top 10 automatisch zu “Eltern” zusammengefasst und kombiniert wurden um so 20 “Kinder”, der nächsten Generation, zu erhalten. Die Wissenschaftler behaupten, die Musik habe sich sexuell fortgepflanzt und mutierte auf fast biologische Weise (wie Musik Sex hat weiß ich aber auch nicht) . Bis dato gibt es 6828 Generationen. Eine kleine Zusammenfassung der Generationen findet ihr unten, wobei ich dennoch einen Besuch der Seite empfehle um sich dort selbst durch die verschiedenen Generationen zu klicken und direkt zu hören, wie sich Generation 0 im vergleich zu Generation 6000 anhört.

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